Zielgruppen sind super. Und Wunschdenken.
Jetzt schreibts sogar schon Spiegel Online. Wer jetzt immer noch nicht kapiert, dass es keine klassischen, in praktisch verschnürten Tausender-Päckchen zu buchenden Zielgruppen mehr gibt, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen…
In diesem Sinne… Schönes Wochenende!
Sidenote: Fühlt sich irgendwie nach dem passenden Kontext an, einem der “Großen” meinen Respekt zu zollen - ich finde es äußerst spannend, was Burda da in den letzten Jahren da mit dem Digital Lifestyle Day, der Burda Akademie, Iconic Turn, Philipp Weltes Bekenntnis zur laufenden Medien(r)evolution (via Turi2.0) oder Jörg Blumtritts Berufung zum Leiter Community Marketing & Research vorantreibt. Respekt.
Doch wieder länger geworden als geplant. Schluß jetzt - ich bin raus.
Virales Feierabendbier…
Auch wenn der hier schon seit mindestens 3 Monaten bei Youtube vor sich hin vegetiert… voilá: Robert und Horst finden (wenn ich deren Headline richtig deute) den Spot doof, ich finde ihn… witzig…
…zumindest bis kurz vorm Ende… die Auflösung ist irgendwie… flach. Also haben Robert & Horst am Ende Recht? Hmm…– via Brainwash
Unbarmherzig knapp daneben…
Da hat Coca Cola GB ja fast alles eingebaut, was man heutzutage so für so einen schick-jung-trendigen Product-Launch braucht… Emotional filmische Bilder, hitmanereske Ich-gegen-die-Welt Grundstimmung, ein wenig illustrative Ornamentik, nen absolut radikalen “no half measures”-Claim uuuuuuund: Virale Clips mit ner Menge cooler Leute, die ne Menge cooles Zeug machen (oder auch einfach nur mal ne Wildschweinmaske aufhaben):

Leider haben sie dabei eines ganz vergessen: Viralität entsteht ja nun nicht einfach dadurch, dass man ein paar kurze Videoclips auf seine Website stellt und diese dann “Viral 1″, “Viral 2″ und “Viral 3″ nennt… Meiner Meinung nach haben die Clips sogar ziemlich geringes virales Potential (u.a. weils diese ganzen Free Running, Escape oder Parkour Videos auch schon in deutlich cooler gibt) sondern eher einen recht braven Teaser-Charakter, der kaum dazu animieren dürfte, davon auch nur irgendwas seinen Kumpeln zu erzählen. Und selbst wenn, dann hat Coke sich wirklich Mühe gegeben, dies mangels fehlender “weiterempfehlen”-Funktion und ausgeblendeter Adresszeile so schwer wie nur irgend möglich zu machen… Schade eigentlich.
Mit dem Chor auf Testfahrt
Der “Chorclip” für den Honda Civic wurde laut Wieden + Kennedy London bereits über 3 Millionen mal auf der Civic Microsite angeschaut. Eine virale Erfolgsgeschichte inkl. Server-Zusammenbruch, nachgeschobener iTunes-Version und dortige Top50-Platzierung, 679,000 unique visitors auf einer Microsite und der höchsten Dichte an Testfahrt-Buchungen in der Geschichte von Honda - alles innerhalb eines Monats.
Und was ich mir in dem Kontext einfach nicht verkneifen kann: Mir gefällt die Vorstellung einfach, dass dieser Clip (wie eigentlich alle viralen Clips) nicht nur freiwillig sondern sogar vorsätzlich angeschaut wurde… und das in diesem Fall über 3.000.000 Mal.
– Via Futurelab
Ambient Badezimmer Media
Schöne Ambient Media Idee, die Saatchi & Saatchi (Sao Paulo) da für den Natan Jewelry Shop entwickelt hat:

Ok - vielleicht nicht immer so schön größenkompatibel wie in den exemplarischen Bildern oben, aber für ein wenig Gesprächsstoff nach dem Frisch-Machen [tm] ist auf jeden Fall gesorgt.
– via Adverblog
Danke Frau Zypries - jetzt kann der Aufschwung kommen!
Das Thema ist wichtig. Für alle. Deshalb auch hier: Wir haben ihn endlich, den “fairen Interessenausgleich: zwischen den Verbraucherinnen und Verbrauchern einerseits sowie den Kreativen andererseits” (Man achte auf die unheimlich beruhigende Übenrschrift). Kurz zusammengefasst:
- Recht auf Privatkopie bleibt erhalten. Allerdings nur, wenn beim Kopiervorgang kein Kopierschutz umgangen wurde (und da sehe ich jetzt mal einen asymptotischen Verlauf der legalen Kopiervorgänge voraus).
- Bagatellfallregelgung gekippt -> Jeder illegale Kopiervorgang kann theretisch mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden
- Zivilrechtlicher Auskunftsanspruch: Statt nur der Statsanwaltschaft soll auch den Rechteinhabern selber ein Auskunftsrecht bei den bereits vorratsdatenspeichernden Internet-Providern gewährt werden
Viel bleibt mir sonst nicht dazu zu sagen. Außer dass ich mir Sorgen mache. Weshalb? Weil ich Phantasie habe - genauso wie Andreas Rodenheber aus dem Werbeblogger-Team. Und eine Menge Anderer:
- Spiegel Online // Kabinett kriminalisiert Kopierer
- Golem.de // Zypries: Bagatellklausel mit CDU/CSU nicht zu machen
- Kamikaze Demokratie / Hallo Frau Zypries…
- Schallgrenze // Neues Urheberrecht | Helm ab zum Gebet…
- Kuroi Tenshi´s Darkness // Es war so schön mit Euch, Privatkopien
- ElbeBlawg // Urheberrechtsnovelle - Ein Ausblick
- Onlinekosten // Urheberrecht: Strafe auch in Bagatellfällen
- Der schwarze Blog // Immer schön legal bleiben
- What are you looking for? // Neues Urheberrecht & Vorratsdatenspeicherung
Ich denke einfach nur mal an letzte Woche - aufgrund massiver Autobahnpräsenz meinerseits hab ich mir vor Fahrtantritt endlich noch schnell die neue Placebo- und die neue Arctic Monkeys-CD gekauft und während der Fahrt genossen. Am Ziel angekommen wollte ich mir die beiden CDs dann noch schnell auf mein Laptop kopieren, weil mir ein ständig drehendes DVD-Laufwerk ganz schön auf den Geist gehen würde - STOPP! Ging nicht. Kopierschutz. Danke, dass ich als zahlender Kunde mir die Musik nicht außerhalb eines CD-Players anhören darf. Hmmm…
Und wenn wir grad beim Thema Urheberrecht sind: YouTube vs./ together with Hollywood - Via savvyapple
Und überhaupt: 15megsoffame.com - mehr davon.
womday bei trnd in München
Wie Martin Oetting auf connectedmarketing berichtet, findet am Donnerstag, den 27. April 06 bei den Jungs von TRND der Word of Mouth Marketing Tag - kurz WOMday statt. 09 - 13 Uhr Konferenz mit unterschiedlichen Referenten statt. Diskutiert wird über “alternative Marketingansätze, zukünftige Trends und Erfolgsgeschichten aus der Welt des Word-of-Mouth Marketings“. Anmeldung über OpenBC meinerseits schon erfolgt. Ich freu mich drauf.
– Via connectedmarketing
The dark side of WOM
Was sagt Mark Hughes in “Buzzmarketing” nochmal:
Because word of mouth ist the most powerful form of marketing on earth. Period. Firms like Euro RSCG have documented the impact of word of mout: ten times more effective than TV or print advertising: Ten times more effective. Yet many have no earthly idea how to trigger it.
Das ist - wenn sich der Buzz in die - von Unternehmensseite - gewünschte Richtung entwickelt also ein wahnsinnig mächtiges Vehikel für die eigenen Botschaften… das Problem ist nur, dass wir Endverbraucher natürlich auch negative Erfahrungen weitererzählen…
Die Studie “Beware of Dissatisfied Consumers” (auch als Stream oder MP3), die die Jay H. Baker Retailing Initiative der Wharton Universität zusammen mit der Verde Group durchgeführt hat, führt ein paar wachrüttelnde Ergebnisse auf:
- Nur 6% der Konsumenten, die ein negatives Einkaufserlebnis hatte, wenden sich mit Ihrem Problem an das jeweilige Unternehmen
- Aber 31% nehmen Ihr Problem mit nach Hause und erzählen davon: Der Familie, Freunden oder Kollegen
- Aus diesen 31% erzählten “einer weiteren Person” 8%, “zwei weiteren Personen” weitere 8% und “sechs oder mehr Personen” 6% Ihre Geschichte weiter
Also aufgemerkt: Auch wenn die Leute nicht direkt bei Dir meckern, heißt das nicht, dass Sie es gar nicht tun. Und das kriegt dann nicht nur die Omma mit, sondern der Retailer verliert laut der Studie bei 100 unzufriedenen Kunden “zwischen 32 und 36 bestehende und potentielle Kunden”.
Und was mindestens genauso wichtig ist: Der Effekt auf die Multiplikatoren der zweiten Generation, also der Leute, die von der negativen Erfahrung aus erster Hand erfahren haben, ist extrem verheerend:
- Beinahe die Hälfte (48%) der Leute, die von der Beschwerde gehört haben geben an, den Händler in Zukunft zu meiden
- Im Gegensatz dazu, geben “nur” 33% der Leute an, die die negative Erfahrung tatsächlich gemacht haben, den Händler in Zukunft “vielleicht nicht mehr” oder “nie wieder” beehren werden
Was lehrt uns das?
- Word of Mouth ist mächtig
- Word of Mouth findet IMMER statt, auch wenn man es ignoriert
- Pass auf, was die Leute über Dich sagen (mit entsprechenden Strategien oder Services) und reagiere entsprechend darauf
In diesem Sinne… Möge die Macht mit Euch sein…Und gute Nacht.
– Via Marketing Pilgrim
Microsoft entwickelt “webgrößtes” Werbenetzwerk
“Advertising is a very important business model for Microsoft worldwide because an increasing number of advertisers are becoming more global.” Sagt Joanne Bradford.
Ahso - na deshalb gibts dann bald kreuz und quer über Microsoft® Office Live, Windows Live™ Mail and MSN® Spaces gibts dann wohl auch Werbung zu buchen und zu konsumieren. Das wird jetzt erstmal mit 20 gobal agierenden Unternehmen getestet (mit dabei z.B. Coca Cola Brasilien oder Monster worldwide). Damit will MS laut eigenen Angaben günstige oder kostenlose Services rund um die o.g. Produkte realisieren… Wenn das mal nicht nett ist :)
Ich bin ja mal gespannt, wann die erste gesponserte Büroklammer auftaucht (vielleicht ein Hinweisgebender Goleo®™ zu kommenden Fußball®™-Großveranstaltungen), oder original 3M-Post-its als Notizzettel-Funktion… :)
Hat jemand schon Erfahrungen mit Windows Live in den in der Pressemeldung erwähnten Ländern? Würde mich interessieren, wie da im Moment Werbung eingebunden wird!
Mehr als eine Stunde Videoverkostung nicht nur mit Weinberger…
Die Hamburger PR-Agentur Edelman hat gerade zwei Videos von ihrer offensichtlich sehr spannenden letzten Blue Hour am 28. Februar bereitgestellt:
- David Weinberger, mit-Autor des Cluetrain-Manifests und Blogging-Experte “What blogging isn´t” (59 min Video)
- Heiko Hebig spricht über “Blogs” (Punkt :) ) - (17 min Video)
Dazu passen natürlich noch die beiden Interviews, mit David Weinberger:
- Mario Sixtus Interview als Audio- und Videodatei bei der Dezentrale
- Daniela Waschows Interview als Audiodatei
Viel Spaß beim Anschauen und Zuhören - und viele inspirative Gedanken anschließend natürlich :)
