Be evil - oder was?
Gaaaanz schwieriges Thema meiner Meinung nach… Martin berichtet grad von einem Artikel im Independent. Demzufolge hat Google die Medien ermahnt, “google” nicht mehr als Verb im Sinne von “to google sth.” oder “da hab ich einfach kurz gegoogelt” zu benutzen, da die Californier hier ernsthafte markenrechtliche Bedenken haben.
Und auch auf die Gefahr hin, jetzt einen Sturm der Entrüstung auszulösen (ok - mit aktuell hier knapp 50 Besuchern am Tag vielleicht eher ein Stürmchen - aber was solls) und auch wenn andere das als eigentlichen “Marketing-Super-Volltreffer” bezeichnen… Ich kann das im Ansatz verstehen!
Da gehts ja mal schlicht um Markenführung. Um die Einzigartigkeit einer Marke. Gerade in so einem schnellebigen Bereich wie dem Internet, bei dem theoretisch jeden Tag eine echte Alternative die Bühne betreten könnte, halte ich es für wichtig seine Marke abzugrenzen. Sonst googelt - aehm sucht - die Masse der Bevölkerung vielleicht bald bei Digg, Mr. Wong, MSN, ask oder Technorati?
Tempo, FedEx, Aspirin, Jeep, Fön, Tesa-Film, Rollerblade, Ipod, Pampers, Labello, Cola, Google… wo ist das Problem? Ich denke, das Problem (für den ursprünglichen Markeninhaber) beginnt dann, wenn die breite Masse anfängt Markennamen im allgemeinen Sprachgebrauch zu verwenden, ohne deren eigentliche Herkunft zu kennen.
Wenn jemand z.B. in ein Sportgeschäft geht, um sich neue “K2-Blades” zu kaufen, dann kann ich verstehen, wenn Rollerblade als Hersteller von Inline-Skates u.U. nicht ganz glücklich über eben diese Verwässerung ist. Genauso könnte es sich m.E. auch für Google entwickeln…
Von daher - nicht gleich so dolle drauf losprügeln… Meine Meinung.
A fantastic site, and brilliant effort. A great piece of work.