Viral… hmmm… und für wen?

[youtube]http://www.youtube.com/v/d8eV6OuC8Oo[/youtube]

[Bitte auch den Update-Teil am Ende des Textes beachten]

Die Jungs und Mädels der “full service interactive” Agentur agency.com haben das was Interessantes zusammengeschraubt. Einen Videoclip, mit dem sie ihre Pitchvorbereitungen für den Subway Etat dokumentieren.

Obwohl das sicherlich eine nette Idee ist um einem potentiellen Neukunden den eigenen Enthusiasmus zu demonstrieren… Während dem Film die ganze Zeit von einem “viral clip” zu reden halte dann doch für ein klitzekleinwenig übertrieben. Weil ganz ehrlich - für wen ist das spannend? Die einzig relevanten “Informationen” sind ja die Backstage-Eindrücke innerhalb der Agentur bzw. des Pitch-Teams. Interessant vielleicht für den Kunden; interessant für einige Leute aus der Branche; interessant vielleicht noch für ein paar Interessierte außerhalb der Werbewelt. Aber wirklich virales Potential?

Von daher - interessanter Ansatz. Nettes Video. Aber bitte doch nicht immer gleich mit “viral”, “guerilla”, “buzz” & co um sich schmeissen… dankeschön!

UPDATE (07.08.06): Der Clip entwickelt dank vieler, vieler bloggenden Marketingprofisinteressierten (oder weil Lästern so wahnsinnig Spaß macht?) doch ein wenig virales Potential. Immerhin hatte der Clip im Moment meines Ursprungspostings ziemlich genau 5.000 Views und jetzt fünf Tage später verzeichnet youtube immerhin schon knapp 50.000 (Google Video und Konsorten nicht mitgerechnet) und bei Technorati aktuell 227 Links…

Ich bin übrigens immer noch der Meinung, dass es ein interessantes Experiment von agency.com war. Ok - noch nicht wirklich perfekt und tatsächlich ein wenig nah an Truth in Advertising (nur ohne gewollte Ironie) - aber das klappt beim ersten Mal ja auch eher selten…

Zumindest kennen jetzt ne Menge Leute mehr agency.com - und ich glaube kaum, dass die Auf-re-gung in der Blogosphäre sich in diesem Fall sonderlich nachhaltig auf den Geschäftserfolg der Agentur auswirken wird. Zumindest nicht, wenn sie jetzt konsequent reagieren und es schaffen, den “zum-Affen-mach-Faktor” in einen Sympathiebonus umzuwandeln…

Oder sagen wir es so - jetzt wird es sich wirklich zeigen, ob agency.com das web2.0 doch verstanden hat oder nicht… Von meiner Seite auf jeden Fall viel Glück!

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